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Chronik


Teil IV (Die Jahre 1985 - 2000)

Erfolgreich nahmen die Kameraden auch an Feuerwehrwettkämpfen teil, die seit 1967 im Wirkungsbereich Saarmund jährlich ausgetragen werden. Den ersten Pokal für diesen Wettbewerb stiftete die Gemeinde Langerwisch und er wurde auch direkt von den Kameraden der Wehr Langerwisch gewonnen. Beim Ausscheid 1985 erzielte im Dreikampf die Kameradin Ramona Urban, den ersten Platz im Wehrbereich, bei den Bezirksmeisterschaften belegte sie den 3. Platz. 1980 wurde die FFw Langerwisch vom Rat des Kreises als vorbildliche Freiwillige Feuerwehr anerkannt, was 1983 erfolgreich verteidigt und 1986 wiederholt wurde.

Als Wehrleiter waren vor 1945 Paul Bolz und Herrmann Anhoff tätig.
Nach 1945:
1945 - 1947 Herrmann Anhoff
1947 bis 1950 Helmut Artelt (Er legte seine Tätigkeit als Wehrleiter nieder, da die FFw durch den damaligen Bürgermeister Blume gezwungen wurde, eine der beiden Tragkraftspritzen nach Fresdorf abzugeben.)
1950 - 1953 Herbert Kaulke (Beeskow), Helmut Sakowski
1953 - 1960 Walter Anhoff
1960 - 1965 Arno Bolz
1965 - 1972 Willy Ziegener
1972 - 1975 Hans Quappe

Als ständig bewährtes Mitglied der FFw ist Otto Letz zu nennen, der seit 1934 vorbildlich in der Feuerwehr bis ins hohe Alter tätig war.

Am 26. Mai im Jahre 2000 feierte die FFw Langerwisch ihr 80 jähriges Bestehen. Wehrleiter war Klaus Kühne, der seit 1975 diese Funktion ausübt. Stellvertreter war seit 1970 Heinz Lehrmann.

Auch in Langerwisch kam es nach der Wende 1989 in der FFw zu einigen Veränderungen. So war sie früher dem Bereich Saarmund zugeordnet und gehörte nun dem Amt Michendorf, an.
Alle aktiven Kameraden erhielten bald nach der Wende eine neue Einsatzkleidung und 1994 den Funkrufempfänger, der die Sirene im Dorf ersetzte. Die Kameraden werden durch ihn über Funk von der Leitstelle in Brandenburg, früher in Potsdam, zum Einsatz alarmiert. Das sind nicht nur Brände denn auch der Einsatz der FFw hat sich wesentlich verändert, denn ihre heutigen Aufgaben sind vorwiegend Havarien und Verkehrsunfälle (Ölspuren).

Seit 1989 gab es anfangs einen Rückgang an Mitgliedern. Einige zogen fort oder suchten sich Arbeit in Berlin, viele sprangen ab und machten nicht mehr mit. Bis zum Jahr 2000 hat sich das aber positiv verändert. Das erfolgte vor allem durch die Gewinnung von Jugendlichen für die Feuerwehr, von denen bereits etliche in den Erwachsenenbereich übernommen werden konnten.
Die Jugendfeuerwehr in Langerwisch wurde am 1. April 1996 gegründet. Nachdem durch Angehörige der FFw einige Befragungen im Dorfe erfolgt waren, fanden sich 10 Jugendliche zur Mitarbeit zusammen, davon 3 Mädchen. Sie trainieren begeistert für Pokalausscheide und nahmen an Übungen und Schulungen zum Einsatz der FFw teil.
Jugendwart war im Jahre 1996 Michael Königsmann, sein Stellvertreter Markus Rahn.
Im Jahre 1997 wird Markus Rahn Jugendwart und nimmt mit den Jugendlichen, deren Anzahl über Jahre stetig wächst, erfolgreich an den Pokalausscheiden der Folgejahre teil.
1997: Nach dem Pokalausscheid
1997: die erste Frauenmannschaft

Auch die aktiven Kameraden der FFw nehmen seit 1995 wieder an den Pokalausscheiden des Amtes teil. Ihr bestes Ergebnis erreichten sie 1997. Es belegten die Männer den 1. Platz und die neu gegründete Frauenmannschaft den 2. Platz. Beim Ausscheid der Jugendfeuerwehr des Landkreises Potsdam-Mittelmark belegte die Mannschaft von Langerwisch von 30 Teilnehmern den 12. Platz.
Ein Mannschaftsfahrzeug für die Jugendfeuerwehr ist jetzt auch vorhanden, das durch die Kameraden der FFw nach den erforderlichen Standards für sie hergerichtet wurde.

Das gesellschaftliche Leben im Dorfe wird wie in der Vergangenheit auch heute durch die FFw begleitet und z.T. organisiert. Das betrifft kulturelle Veranstaltungen u.a. im Kindergarten, das Sommerfest bzw. den Weihnachtsmarkt. Zu nennen ist auch der „Tag der offenen Tür" der FFw. Überall werden die Mitglieder der Jugendfeuerwehr durch die Älteren herangezogen, um sie mit den vielfältigen Aufgaben vertraut zu machen. Dadurch, dass die Jugendfeuerwehr auch Ausflüge unternimmt, wie z.B. zum Filmpark Babelsberg oder zur Flughafen-Feuerwehr Schönefeld, hat die Jugend nicht nur eine feste Aufgabe, sondern auch eine lehrreiche Abwechslung. Deren Eltern sind darüber froh, dass dann ihre Kinder aus langer Weile nicht auf dumme Gedanken kommen.
Eine Veränderung bei der FFw vollzog sich im Jahre 2000 auch in materieller Hinsicht. So ist man dabei, das im Jahre 1970 in vielen Eigenleistungen errichtete Gerätehaus in Alt-Langerwisch abzubrechen und ein neues zu errichten. Es entsprach nicht mehr den Anforderungen und war für die vorhandene und neu anzuschaffende Technik zu klein. Außerdem störte es die Zufahrt zu dem neuen Domizil der Feuerwehr, welches auf dem Grundstück von Klaus Kühne modern errichtet wird, mit den dazugehörenden sanitären Einrichtungen, zwei Schulungs- und Versammlungsräumen. Das aus dem Jahre 1920 errichtete Gerätehaus nebenan bleibt stehen und geht an den Besitzer, Herrn Schäfer, zurück.

Im Jahr 2000 hat die FFw in Langerwisch folgenden Milgliederstand:
40 aktive Mitglieder, davon 11 Frauen, 14 Jugendliche Mitglieder und 7 ältere und Ehrenmitglieder
61 Mitglieder insgesamt.

Mögen in Zukunft die Fahrzeuge recht selten das neue Gebäude für Brände verlassen müssen!

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